Donnerstag | 26. Oktober |20:00 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr)
DAVE & Scheune Akademie präsentieren:
8x8
Triff 8 Dresdner Persönlichkeiten aus der elektronischen Musikszene

Neben den gängigen Festivalformaten wie Partys und Konzerte gibt es bei DAVE auch einige Ausnahmen, die vor allem den Nachwuchs ansprechen. 8×8 ist ein solches Format, das die Organisatoren von DAVE mit der Scheune Akademie 2014 konzipiert haben. Doch was steckt hinter der Formel 8×8? Die Antwort ist ganz einfach: Acht Leute aus der Dresdner Elektro-Szene stellen sich vor. Für ihre persönlichen Geschichten aus der Szene haben sie genau acht Minuten Zeit. Dabei geht's um Themen wie: Wie sie zur Musik gekommen sind, warum sie ein Label gründeten, weshalb sie Konzerte organisieren, wie sie ihr Hobby zum Beruf machten oder welche Höhen und Tiefen sie dabei erlebten.

Alle Podiumsteilnehmer repräsentieren einen Teil der Musikbranche. Darunter findet ihr Künstler, Crews, Booker, Clubbesitzer, Labelmacher u.v.m., die, wenn man so will, die Verwertungskette der Musikindustrie darstellen. Diese ist auch der insgeheime Leitfaden für den Abend.

Und erwartet dabei auf keinen Fall eine Jammerrunde! Es geht um die Vermittlung eines positiven Bildes des eigenen Schaffens, das mitunter auf skurrilen Umwegen zustande gekommen ist. Natürlich bleibt auch genug Zeit, um mit allen Teilnehmern persönlich ins Gespräch zu kommen.

Die Moderation des Abends übernehmen Jarii van Gohl und György de Val und auch dieses Jahr stehen ein paar interessante Kandidaten in den Startlöchern, um Euch an ihrer Geschichte teilhaben zu lassen. Freut euch auf jeweils acht kurzweilige Minuten mit:

Cuthead
Uncanny Valley /// PRODUCER

Als Crewmitglied von Kunst:Stoff Breakz kennt man ihn von legendären Musikpartys, als Produzent von feinstem Hip Hop und House ist er beim Dresdner Label Uncanny Valley unter Vertrag. Nicht erst seit seiner Teilnahme an der Red Bull Academy 2008 in Barcelona öffnet sich Cuthead anderen musikalischen Stilen wie Wonky, Dubstep und Electronica. Der Sample Jesus pfeift auf Konventionen und ist laut Groove der „aufregendste MPC-Sportler diesseits von L.A.“, was er vor zwei Jahren mit einem vielbeachteten Boiler Room Set eindrucksvoll unter Beweis stellte. Und weil die Stadt kaum ein zweites Superlativ der Couleur aufzuweisen hat, konnte auch nur Cuthead 2017 der gebührende DAVE Artist in Focus werden. Und nachdem er die Clubs und Bühnen des Festivals zerrockt hat, gibt es hier nun seine Geschichte in Wort und vielleicht auch Bild, ehe er mit seinem Wohnmobil wieder in den Sonnenuntergang entschwindet.

Moritz Schlieb
Children Of The Drum /// DJ

Moritz Schlieb bestreitet seine Gigs mit viel Konzentration auf das Wichtigste, den Groove, oftmals reduziert er sich sogar ganz auf das schwingende, rhythmische Grundmuster. Seine Sets bestechen durch ihre Energie, ihre Power vorwärts zu gehen und durch einen unverwechselbaren Groove und Flow. Frische, neue und unbekannte Sounds sind in Moritz Schliebs DJ-Mixen ebenso zu hören wie große Klassiker aus längst vergangenen Tagen. Aktiv seit 2004 ist er nach wie vor DJ aus Leidenschaft und frönt dem guten alten Vinyl. Mit eigenen Veranstaltungsreihen wie „Intentions“ und „MASSIVE“ schuf er sich Platz in der lokalen Partylandschaft, und momentan ist er maßgeblicher teil des Children Of The Drum Kollektivs.

Sebastian Linda
/// VIDEO ARTIST

Sebastian Linda ist Videokünstler, Skater, Wahldresdner. Seit 2011 lebt er in Sachsen und realisiert von hier aus seine Video- und Filmprojekte in der ganzen Welt. Linda dreht Filme, seit er zwölf ist. Anfangs wollte er sich und seine Freunde beim Skaten filmen. Nach dem Abi studierte er Medienproduktion und machte seine Leidenschaft zum Beruf, wobei er neben seinen Herzensprojekten diverse kommerzielle Filme für namhafte Firmen dreht und davon gut leben und seine eigenen Clips finanzieren kann. Seine Filme gewannen mehrfach den Webvideo Award und bezaubern durch eine einzigartige Ästhetik. Sebastian Linda spricht über seine Reise  durch seine Filme, über sein Leben, auf seinem Skateboard, neben der Bühne auf der Tribüne.

Madmar
/// GRAFIKER

Martin Taute, a.k.a. Madmar, ist ein bekennender Faulancer, international anerkannter Ketchup-Connaisseur und diplomierter Experte. Darüber hinaus spricht er gern in der dritten Person über sich selbst. In seiner Kindheit & Jugend rezipierte er visuell alles was zu kriegen war („wir hatten doch nüschd“), also anfangs vor allem Comic-Hefte, sozialistische Wandbilder oder Verpackungen aller Art, später auch Dinge wie Werbespots, Party-Flyer oder Plattencover. Schon früh begann er daraufhin ─ vollkommen ungefragt, aus einem eklektischen Ansatz heraus ─ eigene visuelle Nichtigkeiten zu erschaffen. In ihrem grenzenlos optimistischen Dilettantismus waren diese kaum noch zu überbieten. Doch durch die Wirren der Nachwendezeit konnte er seinen zweifelhaften Weg ungeniert fortsetzten. Dieser führte ihn vom Designstudium in Dessau („Bauhaus“) über Stationen in China („Workshop“) und Berlin („Praktika“) berufsbedingt wieder zurück nach Dresden („Heimatstadt“). Von wo aus er bis heute ungehindert an seinen kometenhaften Aufstieg in die Bedeutungslosigkeit herumwurschtelt. Aufgrund seiner ausgeprägten Ehrgeiz-Resistenz bleibt sein grafisches Schaffenswerk qualitativ ─ und vor allem quantitativ ─ äußerst überschaubar. Auch inhaltlich lehnt er sich in seinen sogenannten Arbeiten nicht allzu weit aus dem Fenster. Er bewegt sich ─ neben rein formalen Spielereien ─ vor allem irgendwo zwischen graffiti-esquer Selbstbeweihräucherung („just writing my name“) und banaler Huldigung seiner Rap-Idole („Albumtitel“). Die Wahl seiner Mittel bleibt dabei ähnlich beschränkt wie sein künstlerischer Horizont: auf billigem Untergrund werden nach einer laienhaften Bleistift-Vorzeichnung wenige und immer gleiche Farben mit Pinsel oder Sprühdose flächig aufgetragen. Die Ergebnisse, dieser unglaublicherweise auch noch unvorstellbar langwierigen Prozesse, lassen sich mit Worten kaum beschreiben.

Urge To Move
/// CREW

Urge To Move als Obergriff eint alle Facetten einer lebendigen, urbanen Drum’n Bass Community. Da wären zum einen Großevents, aber auch regelmäßig stattfindende kleiner Sessions in diversen Undergroundlocations, die UTM-Family der sich eine ganze Handvoll exzellenter DJ’s angehörig fühlt sowie mit UTM Records auch ein eigenes Label. Die kreativen Köpfe hinter UTM sind Friedrich Schlüter und Mark Greiser, die 2009 noch als dffb-Crew anfingen , eigene Partys unter dem Titel Urge To Move zu veranstalten, die nach und nach intensiver und größer wurden. 2012 formierte der mittlerweile auf um die 40 Personen angewachsene Stamm aus Machern und DJ’s die UTM-Family, die seither ein wichtiger Eckpfeiler in der elektronischen Musik der Stadt darstellt. Sie scheuen sich nicht davor, auch gern mal namhafte internationale Acts wie State Of Mind oder DC Breakz nach Dresden zu laden, bereichern die Programme einer Vielzahl von Locations und repräsentieren die lokale Szene auch auf dem Let It Roll Festival in Prag, was eines der wichtigsten und größten Drum’n Bass Events Europas ist.

Bureaumaschine
/// LIVE ACT

Bureaumaschine ist kein Kopierer oder Nadeldrucker. Hinter dem Namen verbirgt sich der Klang-Künstler Jens Vetter, der ausgehend vom wilden sächsischen Osten der 90er Jahre über einen längeren Zwischenhalt in Dresden seinen Weg an die Kunstschule Linz fand, wo sich für seine interaktiven Soundobjekte und musikalischen Performances eine hervorragende  Spielwiese auftat. Mittlerweile trifft man ihn auf so wohl renommierten Events wie Ars Electronica oder Kiblix Festival an, wo er stets sein Publikum zu verblüffen weiß. Bureaumaschine ist dabei der Charakter, in den er gern schlüpft, wenn es auf die Konzertbühne geht, um mit Analogsynthesizern und Theremin energetische, pulsierende Konzerterlebnisse zu generieren. Und wer sich schon immer mal fragte, wie man ein Hühnerfrikassee vertont, der könnte hier auch die Antwort darauf bekommen.

undsonstso.
/// PLATTFORM

Und was geht sonst so in der Stadt?  Undsonstso ist die Frage, die allmonatlich auch gleich zwei Antworten mitliefert. Gestartet als Initiative des Kreativwirtschaftsverbands „Wir gestalten Dresden“, bietet undsonstso jenseits barocker Kulissen an einem Abend aller 4 Wochen  zweimal 15 Minuten Raum und Präsentationsfläche für alles, was erzählenswert und mitreißend ist, und Dresden gut, weil zukunftsweisend, zu Gesichte steht. Kein Netzwerken, kein Open Mic, kein Plattform- oder Kreativwirtschaftsblablabla … und doch irgendwie, nur eben ohne Worthülsen. Unklar? Die Macher dahinter klären auf.


Robert Schmidt
Blood Service /// BOOKER

Als Booker sollte man ein Gespür für neue, leidenschaftliche Acts haben. Robert Schmidt, hat dies in den letzten Jahren bewiesen. Einerseits sind seine Showcases in Ostpol oder Groovestation, die er unter das Label Blood Service stellt, schon lange weit mehr als nur Geheimtips. Er nimmt sich dabei stets topaktuellen, künstlerisch relevanten Themen an, die selten in eine Schublade passen und dem sonstigen Dresdner Zeitgeist eigentlich ein paar Jahre voraus sind. Als Beispiele seien nur Die Nerven, Klaus Johann Grobe oder The KVB genannt.  Viele Jahre hat er darüber hinaus bei Aust Kulturmanagement professionell im großen Maßstab Bookings begleitet, und dabei maßgeblich an Shows für so namhafte Acts wie Massive Attack, Deichkind, Moderat oder Arcade Fire mitgewirkt und einen guten Teil des Programms vom Alten Schlachthof und der Jungen Garde gebucht. Seit diesem Frühjahr geht er eigene Wege und verstärkt ganz nebenbei seit Neustem das Team der Groovestation: Na und dann wäre da noch seine Leidenschaft für so schön mitreisende, gern britische, Indie Musik, der er als eine Hälfte des Culture Club DJ-Duos ebenfalls regelmäßig frönt. Und ob darüber hinaus noch mehr kommt, das wird er uns vielleicht heute erzählen.

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