
Dagobert, der melancholische Crooner aus den Schweizer Bergen, meldet sich mit neuem Album zurück. Lukas Jäger, wie er mit bürgerlichen Namen heißt, zog es vor mehr als einem Jahrzehnt ins bunte Treiben der Metropole Berlin, um da sein Glück zu finden. Ihm kam das echte Leben mit allen Wirrungen und Irrungen der Liebe in den Weg, die seither der unerschöpfliche Quell seines Schaffens wurden. Dagoberts Musik wagt die Verknüpfung von 80s-Revival-Popmusik mit deutsch-schweizerischer Schlagermusik, er selbst neigt zur großen Geste und die meisten seiner Songs handeln von Liebe und Sehnsucht. Ähnlich theatralisch und mit bestechend trockenem Humor inszeniert der Schweizer Sänger diese Themen. In seinen Videos entwirft sich Dagobert als ureigene Kunstfigur irgendwo zwischen David Bowie, Falco und einem Charakter aus einem Gedicht von Joseph von Eichendorff. Auf seinen zurückliegenden Alben arbeitete er bereits mit so höchst unterschiedlichen Leuten wie Mille Petrozza (KREATOR), Konstantin Gropper (GET WELL SOON), Blixa Bargeld oder Casper zusammen, und erbrachte damit den beindruckenden Nachweis dafür, das stilistische Grenzen für ihn Schall und Rauch sind.
Auf seinem mittlerweile achten Studioalbum "Rama Kalala“, dass er anlässlich des Releases auch live in Stage mit seiner Band präsentieren wird, fokussiert sich der Schweizer Pop-Innovator auf seine Kernkompetenz: das Liebeslied. Und geliebt wird viel auf “Rama Kalala”, so viel, dass man zwischendurch erröten möchte ob all der ehrlichen Gefühle, von denen man in diesen 34 Minuten so berührt wird, dass sie wie eine warme Umarmung wirken. Die Zusammenarbeit mit der Schweizer Jazzlegende Christoph Gallio, der mit seinem Saxophonspiel auch traurigen Texten eine beschwinget Leichtigkeit beisteuert, und dem Produzenten Konrad Bechter, der Dagoberts Lieder so ungemein intim und reduziert inszeniert, schenken dem Werk eine bezaubernde Aura. Es lässt auch den Einfluss von Alice Coltranes hinduistischem Spätwerk durchblicken, das in Form von sphärischen Synths, mantraartigen Chören und der Reduktion von Rhythmuselementen auf Tamburin und Hand Claps immer präsent ist, und damit ganz nebenbei auch den Albumtitel erklärt.
Insgesamt ist “Rama Kalala” von einem sympathischen Lo-Fi-Indie-Sound durchzogen, der die Emotionalität von Dagoberts Texten wunderschön transportiert. Ein Liebeslied der besonders eindrücklichen Art widmet Dagobert seiner dementen Mutter und findet auch in dieser Situation Worte, die wie ein Pflaster für die Seele wirken: “Du hast die Vernunft nun übewunden / Und brauchst keine Sprache mehr / Du hast die Liebe gefunden / Dein Fluss mündet nun ins Meer”.
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