Geschichte

Die Anfänge

Bis Februar 1945 befanden sich auf dem Grundstück Alaunstraße 36 bis 40 drei Häuser des Turnvereins Neu- und Antonstadt, welcher unter anderem eine Turnhalle sowie einen Sportplatz unterhielt. Diese Gebäude wurden bei der Bombardierung Dresdens als einige der wenigen auf dieser Elbseite zerstört, so dass ein Trümmergrundstück übrig blieb. Das heute als die scheune bezeichnete Gebäude sowie das dazugehörige Außengelände wurde am 21.12.1951 im Rahmen einer feierlichen Eröffnungszeremonie der FDJ als "Jugendheim Martin Andersen Nexö" übergeben und beherbergte zunächst diverse Übungszirkel. Diese widmeten sich nicht nur im damaligen Alltag unverzichtbaren Fertigkeiten wie Kochen und Nähen unter Nachkriegsbedingungen, sondern ermöglichten es dem Interessierten ebenso, sich sowohl praktisch als auch theoretisch mit dem Medium Film, der Fotografie oder mit Musik zu beschäftigen.


Bildung und Kultur für die Jugend

War das unter tatkräftiger Mithilfe von Neustädter Jugendlichen errichtete Gebäude also zunächst als Ort der Bildung und sinnvollen Freizeitbeschäftigung im Sinne der FDJ-Doktrin konzipiert, fanden mit Tanzabenden unter anderem speziell für "junge Ehepaare und solche die es werden wollen" seit dem Ende der 50er Jahre auch gelegentlich kulturelle Veranstaltungen statt. Deren Spektrum erweiterte sich allmählich durch die Einführung des Songklubs, des Jazzforums sowie des Rockpodiums und der Etablierung eines hauseigenen Ensembles, dem "Ensemble der Jungen Talente". Des Weiteren wurde Mitte der 60er Jahre eine gastronomische Einrichtung in das Gebäude integriert.

Alternative Jugendkultur in den 80er Jahren

Zum stark frequentierten (Sub)Kulturzentrum entwickelte sich das Haus aber erst zu Beginn der 80er Jahre, als nach personellen und konzeptionellen Umstrukturierungen neben Lesungen oder Kabarettaufführungen auch Folk, HipHop und Punk eine Bühne geboten wurde. Der bald weit über die Stadtgrenzen hinauswachsende Bekanntheitsgrad verhalf der scheune zu einer Sonderstellung in der staatssozialistischen Kulturlandschaft und den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern zu einer gewissen "Narrenfreiheit". In einer bestimmten Generation von Dresdnern ist es kaum anders denkbar, als dass alle ihr erstes Rockkonzert in der scheune besucht haben. In diese Jahre fiel auch die halboffizielle Umbenennung in "Scheune", wie das Gebäude aufgrund seiner äußeren Erscheinung schon länger vom Volksmund bezeichnet worden war.

Die scheune und das Stadtviertel

Das die scheune umgebende Stadtviertel wurde in den 80er Jahren von staatlicher Seite dem Verfall preis gegeben. Es sollte allmählich leergezogen werden, damit der Abriss und die Neuerrichtung in Plattenbaumanier leichter vonstatten gehen konnten. Die Pläne sahen vor, mit dem Bauprozess Anfang der 90er Jahre zu beginnen. Den Leerstand an Wohnungen nutzte eine Szene von Künstlern und Bohemians, die durch ihre Arbeit und die von ihnen gestalteten Räume den Grundstein für die "Bunte Republik Neustadt" legten. Mit der politischen Wende wurde das Viertel noch stärker von Künstlern, jungen Leuten und Studenten frequentiert. Heute ist es als Gründerzeitviertel erhalten und als Szeneviertel mit viel Gastronomie überregional bekannt. Im Stadtviertel äußere Neustadt werden aber auch immer mehr Familien heimisch, so dass hier eine erstaunliche Geburtenrate die Erfolgsgeschichte der Stadtentwicklung erzählt.


Nach der politischen Wende

Noch während der Wendezeit genoss die scheune als etablierter Veranstaltungsraum in zentraler Lage große Aufmerksamkeit bei Künstlern und Publikum. Bald machten sich aber das insgesamt abwechslungsreicher werdende Kulturangebot und die Vielzahl neuer potenzieller Treffpunkte bemerkbar. Doch obwohl sich nach 1989 zahlreiche neue Clubs in Dresden etablieren konnten, fand die scheune schließlich ihren Platz als anerkannter Ort für Musik und andere Künste. Insbesondere für das Musikprogramm wurde das Haus 1994 aufwändig umgebaut und mit entsprechender Technik ausgestattet. Seither können vor allem Rock- und Popkonzerte auf hohem Niveau angeboten werden.

Die scheune heute

Die scheune war immer ein Teil der Stadtverwaltung, selbst in den Zeiten als alle dachten, es wäre ein richtiger "Punkerladen". 2007 wurde die scheune dann privatisiert und wird seitdem durch den scheune e.V. betrieben. Jährlich finden mehr als 300 Veranstaltungen mit zusammen ca. 60.000 Besuchern statt. Die scheune wird 2011 in Höhe von 117.000 € institutionell durch die Landeshauptstadt gefördert. Der gesamte Haushalt umfasst beinahe 500.000 €. Fast täglich öffnet das Haus also seine Pforten und bietet von Konzerten unterschiedlichster musikalischer Stilrichtungen über Theater, Lesungen, Kabarett oder Film bis hin zu Partys eine große Bandbreite an kulturellen Erlebnissen und künstlerischen Genüssen an. Dazu kommt die Mitwirkung und Koveranstaltung der scheune bei diversen Festivals, wie z.B. der Tanzwoche Dresden, des Stadtteilfestes Bunte Republik Neustadt, des Dresdner Drumfestivals, der Jiddischen Musik- und Theaterwoche, den MedialenBildwelten 21. Das größte Projekt ist der scheune - Schaubudensommer, ein Theater- und Kleinkunstfestival, das bereits seit 1998 mit dem Schaubude Dresden e.V. und der Stadt in Kooperation gestaltet wird. Dicht gedrängt im Garten hinter der scheune bieten dabei diverse Bühnen und Attraktionen ein unvergleichliches Programm, das durch seine Vielfalt alle Altersgruppen und Szenen anspricht. Unter der privaten Trägerschaft des Hauses begann die Suche nach den Spuren der Kulturarbeit der scheune und der ihr zugrunde liegenden Kulturpolitik.

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