
Eine Initiative der Greenpeace Ortsgruppe Dresden
Kostenloser Kleidertausch für Erwachsenenkleidung,
0-5 Teile mitbringen und so viele Teile, wie euch gefallen, mitnehmen
Unter dem Motto "Fight Fast Fashion - Kleidertausch für die Umwelt und ein soziales Miteinander" wird Greenpeace Dresden in Kooperation mit der Alten Fabrik am Sonntag, den 28. Juni 2026, von 12 Uhr bis 18 Uhr einen Kleidertausch auf dem Scheunevorplatz, Alaunstr. 36-40, in der Dresdner Neustadt anbieten. Wie immer ist unser Kleidertauschangebot kostenlos, es dürfen bis zu 5 Teile mitgebracht und so viele Teile wie gefunden werden mitgenommen werden. Es wird ausschließlich Erwachsenenkleidung und keine Kinderkleidung getauscht.
Fast Fashion steht für "billig gekauft, teuer bezahlt". Was zunächst nach einem günstigen Schnäppchen aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen oft als ein billiges Produkt, das vor allem zu Lasten von Mensch und Umwelt produziert wurde. Diese Produkte sind meistens zudem nicht sehr langlebig und landen schon nach kurzer Tragezeit kaputt im Müll, was wiederum den Kauf von neuer Kleidung anregen soll. Fast Fashion ist dafür bekannt, dass sie durch ihr ständiges Angebot neuer Mode künstlich Modezyklen erzeugt, die immer wieder erneut zum Kauf anregen sollen, um mit den Modezyklen mithalten zu können. Dabei wird im Wochenrhythmus neue Mode auf den Markt gebracht. Ultra Fast Fashion zeichnet sich darüber hinaus durch noch kürzere Modezyklen aus. Dort wird der Markt täglich mit neuer Mode überschwemmt. Shein und Temu sind dabei insbesondere zu nennen. Shein wirft schätzungsweise jeden Tag rund 7.500 neue Modelle auf den Markt. Insgesamt werden jedes Jahr schätzungsweise 180 Milliarden Kleidungsstücke produziert und damit ein enormes Überangebot aus Profitgier, die die Welt vermüllt.
Was also nach schicker und günstiger Mode aussieht, verschleiert die Wahrheit über diese Billigkleidung: Durch diese Wegwerfmode entstehen unmengen an Textilabfälle, die sich weltweit auf mehr als 120 Millionen Tonnen jährlich beziffern lassen. 2/3 der weltweit verarbeiteten Textilfasern wie Polyester sind synthetisch, also aus Erdöl produziert. Sie vermüllen unsere Meere und belasten Tiere, vor allem in Form von durch Wäsche gelöstes Mikroplastik. In den herstellenden Fabriken herrschen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen. Kinderarbeit, niedrige Löhne und gefährliche Arbeitsbedingungen sind oft der Alltag. Fast Fashion verursacht jährlich über 1 Milliarde Tonnen CO2, so dass die globale Modeindustrie für bis zu 8 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Oft werden bei der Produktion Chemikalien eingesetzt, die Menschen in den Fabriken und auch die Konsument:innen krank machen und die Umwelt verschmutzen.
Laut einer Greenpeace Recherche weisen zum Beispiel 80% der getesteten Shein Kleidung gefährliche Chemikalien oberhalb der EU-Grenzwerte auf. Daher fordert Greenpeace ein Anti-Fast-Fashion-Gesetz nach französischem Vorbild. Dies soll folgende Punkte beinhalten: Eine Fast-Fashion Abgabe, damit Hersteller nach dem Verursacherprinzip für deren exzessive Produktion zu Lasten von Mensch und Umwelt in die Verantwortung gezogen werden. Förderung von zirkulären Geschäftsmodellen wie Leihen, Tauschen, Reparieren oder Second Hand. Ein Werbeverbot, auch auf Social Media, damit Konzerne den Konsum nicht weiter anheizen können und keine unnötige Kaufanreize durch Billigangebote setzen können. Das wäre ein echter Schritt weg von Fast Fashion und eine echte Chance, einen entschiedenen Schritt in Richtung echter textiler Kreislaufwirtschaft zu gehen.
Wir freuen uns auf Euren Besuch und auf ein schönes Tauscherlebnis mit Euch!
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